Auf Gruseltour mit Billy dem Stadtführerhund von Köln>Januar 2011
Gruseltour und Vampirsteak
Hallo Freunde, Kenner und Verehrer,
nicht nur das derzeitige Wetter ist zum gruseln, sondern auch die Gruseltour mit meinem Stadtführerfrauchen durch das nächtliche Köln. Frauchen schaffte es mal wieder allen einen kalten Schauer den Rücken runterlaufen zu lassen und unsere Gäste hielten mehr als einmal den Atem an.
Immer wenn mein Frauchen die Geschichte von dem Werwolf aus Köln oder dem Vampir von Düsseldorf erzählt, stehen die Münder der potentiellen Dosenöffner sehr weit auf und dann sehen sie so aus wie ich, wenn ich daraurf warte, dass etwas zu essen kommt.
Der Werwolf Peter Stump wurde auf dem Rabenstein hingerichtet, dass ist dort, wo heute der berühmte Melatenfriedhof zu finden ist. Da darf ich leider nur manchmal hin, obwohl es da viele interessante Sachen zu erschnüffeln gibt. Rabenstein nannte man es, weil dort die Raben viel zu Essen fanden, nämlich die Überreste der Hingerichteten Hexen, Verräter und Ketzer. Meinen Vorfahren den Werwolf haben Sie dort gerädert, enthauptet und dann den Körper verbrannt. Gruselige Vorstellung. Man bedenke, dass der Henker nicht nur dafür sorgte, dass Verbrechern ihren Kopf verloren, sondern auch wilde Hunde indirekt durch seine Hand getötet wurden. Denn die berüchtigten Hundetotschläger waren im Dienste dieses Unberührbaren, den Unehrlichsten aller Unehrlichen. Eine schlimme Zeit für meine Spezies. Da kann unsereins doch froh sein heute zu leben.
Die ganzen blutrünstigen Geschichten zu dieser Jahreszeit hatten mich dann doch im Anschluss etwas hungrig gemacht, heißt es doch, dass man bei Kälte mehr Kalorien verbraucht. Und ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie hatte ich danach Appetitt auf ein kurz angebratenes, blutiges und saftiges Steak.
Bis bald zur nächsten Geschichte von meinen Abenteuern als Stadtführerhund in Köln.
